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Die wichtigste Ressource im eigenen Unternehmen? Man selbst.

vor 31 Minuten
2 Min. Lesezeit

Was bei Alexa Widmer schon früh als Leidenschaft für Pferde begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zum eigenen Unternehmen. Neben Ausbildung und Studium unterrichtete sie zunächst im Nebenerwerb. Irgendwann wurde klar: Das funktioniert so gut, dass daraus mehr werden kann.

2023 gründete sie die «Für Pferde gedacht GmbH». Der Schritt in die Selbstständigkeit hatte für Alexa aber nicht nur berufliche Gründe.


Seit vielen Jahren hatte sie mit Depressionen zu kämpfen. Ein starres Arbeitssystem liess ihr kaum den nötigen Raum, sich intensiv mit den Ursachen ihrer Depression auseinanderzusetzen und diese nachhaltig aufzuarbeiten. Die Selbstständigkeit ermöglichte es ihr, ihre Arbeit so zu gestalten, dass neben den beruflichen Aufgaben auch genügend Zeit für ihre Genesung blieb. Heute ist die Depression für Alexa überwunden. Die Freiheit der Selbstständigkeit war dabei ein wichtiger Baustein.


«Ich habe gelernt, dass man sich selbst als wichtige Ressource sehen muss. Man kann nicht langfristig Raubbau an sich selbst betreiben.»


Diese Erkenntnis prägt heute auch ihre unternehmerischen Entscheidungen. Mit Seatolution baut Alexa 2026 einen zweiten Geschäftszweig auf. Während ihre bisherige Arbeit stark an ihre Person gebunden ist, kann das neue Angebot langfristig auch durch Mitarbeitende angeboten werden. Für Alexa eröffnet das neue Möglichkeiten, ihr Unternehmen weiterzuentwickeln und gleichzeitig Freiräume für die Zukunft zu schaffen.


Auch beim Aufbau ihres zweiten Angebots profitiert sie von den Erfahrungen der ersten Gründung. Aus ihrer ersten Gründung wusste sie, dass der Aufbau eines Kundenstamms Zeit braucht. Sie plante deshalb die Anfangsphase von Seatolution bewusst konservativ, um das neue Angebot ohne unnötigen Druck Schritt für Schritt wachsen zu lassen.


«Social Media ist wertvoll, doch als lokal tätiges Unternehmen habe ich habe gelernt, es auch nicht zu überschätzen. Gute Werbung muss nicht möglichst viele Menschen erreichen, sondern die richtigen.»


Und Zweifel? Die gehören für Alexa weiterhin zum Unternehmertum. Ein Angestelltenverhältnis wäre in vielerlei Hinsicht einfacher. Trotzdem entscheidet sie sich immer wieder für ihren Weg:


«Man hat nur ein Leben. Dann sollte man auch etwas machen, das man spannend findet. Geld allein ist nicht das Ziel. Es geht auch um Lebenserfahrung.»


Alexas Jungunternehmertipp:

Rechne konservativ und plane genügend Reserven ein. Denn wer permanent unter finanziellem Druck steht, kann nicht die gleiche Qualität liefern wie jemand, der den nötigen Raum hat. Und vor allem: Vergiss bei aller Arbeit am Unternehmen dich selbst nicht.



 
 
 

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